Direkteinsprünge



Buchabbildung "Nach Frauen benannt."
  • Weibliche Vorbilder. Ein Buch stellt Straßen vor, die nach Frauen benannt sind… Dabei ist es den Autorinnen laut Kasper nicht so sehr um Biographisches, sondern vielmehr um die Leistungen der betreffenden Frauen gegangen. Ein Beispiel ist die Elisabeth-Winterhalter-Straße im Mertonviertel. Sie ist nach der ersten Chirurgin in Deutschland benannt, die einen Bauchschnitt vornahm. 1891 hatte sie in Frankfurt eine Frauenpoliklinik gegründet. Später setzte sie an der Schillerschule in Sachsenhausen Abiturklassen für Mädchen durch. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.12.2013

  • Unsere Straßen, unsere Frauen. Neues Buch ehrt weibliche Vorbilder, die unser Stadtbild geprägt haben… Wie kommen Straßen eigentlich zu ihrem Namen? Die Persönlichkeit sollte sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben und vor mehr als 5 Jahren verstorben sein. Bild Frankfurt, 4.12.2013

Buchabbildung "Ich will mein Leben extrem verändern. "
  • Oft wird verallgemeinernd von "Flüchtlingen" oder "Geflüchteten" gesprochen, aber hinter jedem und jeder einzelnen steckt eine persönliche, unverwechselbare Lebensgeschichte. Fünf Frauen, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten und jetzt in Frankfurt leben, stellt die Fotografin Sandra Mann in diesem Bildband vor.
    Es sind Maryam aus Afghanistan, die Krankenpflegerin werden möchte, Heba aus Syrien, die mit ihrem Mann und drei Kindern in einer Zweizimmerwohnung lebt, Wend-Yiida aus Burkina Faso, die sich von ihrem gewalttätigen Ehemann getrennt hat, Ayan aus Somalia, die auf der Flucht einige lebensgefährliche Situationen überlebt hat, und Helen aus Eritrea, die mit einem Schlauchboot über das Mittelmeer kam.
    Man lernt die Frauen in erster Linie über die Fotos kennen, die erläuternden Texte, in denen sie von sich erzählen - in deutsch und englisch - treten auch rein optisch in den Hintergrund. Sandra Mann hat die Frauen über Monate hinweg begleitet, die Protagonistinnen öffneten ihre Wohnungen, zeigten der Fotografin ihr Lebensumfeld, auch Details wie Zeichnungen an der Wand, der Stapel auf dem Nachttisch. Dem gegenüber stehen Aufnahmen im Studio, dem so genannten White Room, der den Blick ganz auf die Person fokussiert. Wo vorhanden werden die aktuellen Fotos durch frühere Aufnahmen ergänzt, die das Leben vor oder während der Flucht zeigen.
    Der sehr schöne Bildband, der sich auch gut als Weihnachtsgeschenk eignet, kostet 18 Euro. Antje Schwupp, Evangelisches Frankfurt und Offenbach

Buchabbildung "Margot von Opel."
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Buchabbildung "Die Kleinmarkthalle kocht."
  • Genussbibel: Ein Kochbuch setzt der Frankfurter Institution, der Kleinmarkthalle, ein längst überfälliges Denkmal – Mit dem Kochbuch hat die Kleinmarkthalle, die von Wolfram Siebeck einst als „Uffizien der essbaren Genüsse“ bezeichnet wurde, nun einen Ausstellungskatalog bekommen. Einen prächtig gestalteten Band mit vielen Fotos, der als erstes Buch im neu gegründeten Nizza-Verlag erschienen ist. Welt Kompakt, 25. Oktober 2007

  • Wo das olio den Handkäse umarmt – Allen, die schon lange und immer in der Kleinmarkthalle einkaufen, und allen, die sie zum ersten Mal betreten wollen, ist dieser Führer zu empfehlen. Frankfurter Rundschau, 15. Dezember 2007

  • Der Nizza-Verlag legt einem diesen Ort der Alltagskultur ans Herz, auf eine sehr schöne Art. Er hat der Kleinmarkthalle ein stilles, zurückhaltendes Buch gewidmet, mit ungeschminkten Fotos, aber in eleganter Aufmachung. Allgemeine Sonntagszeitung, 3. Februar 2008

Buchabbildung "Pauls Essen."
  • Hauptsache, das Brot ist gut.
    Drei Monate lang, Mahlzeit für Mahlzeit, hat Claessen seine Teller fotografiert, unprätentiösere Fotos kann man wohl kaum machen. Claessen ist offenbar ein Freund der, sozusagen, verschärften Lakonie. So entsteht in „Pauls Essen“, gewollt oder nicht, eine Ehrlichkeit, die erfrischend wirkt angesichts all der Kochsendungen, teuren Kochbücher und Utensilien, die heutzutage zur Selbstdefinition gerade der Akademiker zwingend zu gehören scheinen – und angesichts der Tatsache, dass dennoch so erstaunlich viel Tiefkühlpizza, Dosenfutter und Toastbrot verkauft wird. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. August 2008

  • Paul Claessen hat den kulinarischen Alltag jenseits der Gourmet-Küche dokumentiert: Sein täglich Brot. Oder Pommes, oder Fleischsalat, oder Schokoladentäfelchen mit Minzfüllung. Ist dieser Mann verrückt? Nein, Verleger. Und Fotograf, und Gestalter, ein kreativer Tausendsassa, dem das Hohe Lied auf die Sterne- und Gourmetspeisen dieser Welt auf den Keks geht.
    „Pauls Essen“ ist ein Schmunzelbuch. Unerschrockene könne es aber auch als Ideengeber für Spätspeisen oder Spontangerichte ansehen. Frankfurter Rundschau, 22. September 2008

  • Wer ist eigentlich Paul? Einer der Autoren des Nizza Verlag sorgt mit seinem ganz persönlichen Projekt für Verwirrung. Journal Frankfurt, Nr. 18, 2008

Buchabbildung "Als der Champagner floss."
  • Über die 80er Jahre wurde schon viel gesagt und geschrieben. Fast 20 Jahre nach der Wende ist das letzte Jahrzehnt der Bonner Republik voll im Trend – nicht nur in Sachen Zeitgeschichte oder Mode. Eine kulturästhetische Einordnung dieser Zeit des Postmodernismus und des Hedonismus legen nun die ehemaligen „Pardon“-Redakteure Gerhard Kromschröder und Nikolaus Jungwirth vor. Die Autoren haben Fotoaufnahmen, Zeitungsausschnitte, Werbeanzeigen, Plakate und Katalogauszüge gesammelt und diese liebevoll zu Collagen arrangiert. Im Layout eines 80er-Jahre-Hochglanzmagazins werden da so manche Erinnerungen wachgerufen. Zu kleinen Details auf den Bildern haben Kromschröder und Jungwirth kurze Texte verfasst, die Lebensgefühl, Zeitgeist, Mode und Politisches kulturhistorisch, ästhetisch und witzig kommentieren. Weser Kurier, 16. November 2008

  • Die solide Grundausbildung in der „Neuen Frankfurter Schule“ ist es, die diese Neuerscheinung von vergleichbaren Kompendien deutlich unterscheidet. Denn mehr als alles andere sind es „Bild“ und Illustriertenfotos und vor allem reichlich Werbung, die den medialen Spiegel für diesen komischen Rückblick vorstellen. Und auf dieser Folie zeichnen Jungwirth und Kromschröder beinahe in „Titanic“-Manier mit kurzen, mehr oder weniger erläuternden Texten die Achtziger als Jahrzehnt des Hedonismus und des Abgesangs auf die großen Utopien.
    Was wirklich wichtig war im Kohlschen Jahrzehnt der geistig-moralischen Wende, Jungwirth und Kromschröder finden es bevorzugt im Trivialen, im ganz banalen Alltag. Und zeigen die achtziger Jahre, wie sie trotz Pershings, Startbahn West und atomfreien Zonen wenigstens auch waren: seltsam komisch. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. November 2008

  • Schreiend komische, aber durchaus pointierte Bild-Analyse der achtziger Jahre, dem letzten Jahrzehnt der Bonner Republik. Frankfurter Rundschau, 5. Dezember 2008